DER ZEHNT

Der Zehnt bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien. Diese Form der Abgabe war über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit üblich. Die Zehntscheune in Wallendorf, einem Grenzort zu Luxemburg in Rheinland-Pfalz, diente zur Aufbewahrung dieser Steuereinnahmen.

Die 200 Jahre alte Bausubstanz, die zum Teil stark beschädigt war, sollte nun zum Dorfgemeindehaus umgenutzt werden. Durch sorgfältige Sanierungsmaßnahmen konnte ein Großteil der Substanz erhalten oder freigelegt werden. Andere Teile wurden behutsam ergänzt und für die neue Nutzung angepasst.

WIEDERAUFLEBEN DES BESTANDES

Die ursprünglichen Fenster- und Türöffnungen wurden erhalten, so dass der historische Charakter zu neuem Glanz erweckt wird. Durch einen großzügig verglasten Eingangsbereich mit Treppenaufgang wird das Gebäude in zwei Bereiche gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich neben einem Ladenlokal das Fremdenverkehrsbüro. Das Obergeschoss bietet Platz für den Sitzungssaal des Gemeinderats, barrierefreie Toiletten, eine Küche, sowie den rund 150 m2 großen Veranstaltungssaal. Der Saal mit dunklem Schieferboden, historischen Bruchsteinmauerwerk und modernem Dachstuhl bietet eine unvergleichliche Atmosphäre für Konzerte, Lesungen und weitere Veranstaltungen für bis zu 150 Gäste.

Das alte gemauerte Brunnenloch bleibt durch Glaseinbauten im Boden weiterhin sicht- und erlebbar.

Bauherr

Ortsgemeinde Wallendorf

Leistungsphase

1-8

Grösse

800m²

Freie Mitarbeit

für REICHER HAASE ASSOZIIERTE GMBH, Aachen

Bestand wiederbelebt

Die Fassadenöffnungen des Bestandes wurden erhalten um den historischen Charakter wieder zu erwecken.

Multifunktionaler Veranstaltungssaal

Bis zu 150 Gäste finden Platz für Veranstaltungen jeglicher Art - ob Konzerte, Lesungen oder vieles mehr.

Inszeniertes Brunnenloch

Das alte gemauerte Brunnenloch lässt sich von oben durch eine Glasscheibe betrachten.

Bilder